Freitag, 10. Jan 2014, 12:33 Uhr

Abgenickt Tech-Nick jetzt schon beliebtester Jungenname

Neue Namens-Ikone: Tech-Nick.
Foto: Saturn / Lizenz Neue Namens-Ikone: Tech-Nick.

Die Einwohnermeldeämter verzeichnen immer mehr Neugeborene, die den Namen „Tech-Nick“ tragen. Demographen gehen davon aus, dass die Namenswahl mit einer Art Ohrwurm zusammenhängt.

Alleine im Januar wurden so viele Geburtsurkunden auf den Namen „Tech-Nick“ ausgestellt, dass es jetzt schon der beliebteste Jungenname 2014 ist. Während die meisten ausschließlich diesen Namen wählen, gibt es auch immer mehr Eltern, die sich für den Doppelnamen „Tech-Nick Saturn“ entscheiden. Deutlich weniger Einträge werden für die weibliche Variante verzeichnet: Tech-Nicki rangiert „nur“ auf Platz 2.

Damit löst Tech-Nick den seit zwei Jahren beliebtesten und italienisch klingenden Namen „Nespresso“ (männl.) und das lateinische „Audi“ (weibl.) ab. Der Trend geht immer mehr dahin, Kinder nach Werbefiguren und Markennamen zu benennen statt, wie früher, nach Prominenten. Möglicherweise entscheidend ist hier auch, dass Namen wie „Boris“, „Lothar“, „Angela“ oder „Thilo“ derart negativ belegt sind, dass manche Ämter den Vornamen verweigern – zum Wohle des Kindes.

Forscher gehen von einem völlig anderen Hintergrund aus: „Wir vermuten, dass die Werbekampagnen eine gehirnwaschende Funktion haben, und Eltern aus diesem Grund dazu treiben, dass nur noch diese Namen im Kopf hängen bleiben. So ähnlich wie ein Ohrwurm. Da merkt man sich auch nur die beschissenen Lieder“ so Uwe-Apple-iPad Kosslowski vom Demographischen Institut Braunschweig.

cde

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