Montag, 03. Feb 2014, 13:22 Uhr

Gegen Überkotung Dortmunder Gemeinderat will Abwrackprämie für Hunde einführen

Verschandeln das Stadtbild: Hundehaufen.
Foto: Markus Zapke-Gründemann / Lizenz Verschandeln das Stadtbild: Hundehaufen.

Der Dortmunder Stadtrat und CDU-Mitglied Arne Hüttemann möchte für die Stadt Dortmund eine Abwrackprämie für Hunde einführen, um der immer problematischer werdenden Verkotung der Innenstadt entgegenzuwirken.

In der Ruhrmetropole Dortmund kam es in den letzten Monaten wegen der unliebsamen Hunde-Hinterlassenschaften vermehrt zu Bürgerbeschwerden. Grundsätzlich sind Hundehalter dazu verpflichtet, die Exkremente ihrer Vierbeiner auf öffentlichen Wegen selbst zu entfernen. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird. Leider halten sich viele Dortmunder nicht an die städtischen Verordnungen, was dazu führt, dass die Innenstadt inzwischen von einer Hundekotschwemme überrollt wird.

„Die Mehrkosten für die Straßenreinigung betragen inzwischen über 200.000 Euro“, sagt Stadtrat Arne Hüttemann, der diesen Zustand durch eine Abwrackprämie für Hunde beheben will. „Die Hundebesitzer bekommen 100 Euro pro Tier und sparen darüber hinaus noch einen hohen Betrag durch das Wegfallen der Futterkosten und Steuern. Eine Win-Win-Situation, von der sowohl der Bürger als auch die Stadt profitiert“, sagt Hüttemann.

Die Tiere sollen nahezu schmerzfrei und so human wie möglich eingeschläfert werden. Zu diesem Zweck wird von der Gemeinde Dortmund eine tierärztliche Euthanasie-Station im Osten der Stadt eingerichtet. „Das Angebot gilt übrigens nicht nur für eigene, sondern auch für streunende Hunde. Dadurch gewinnt das Projekt eine soziale Komponente, denn obdachlose Flaschensammler könnten so ihr Tätigkeitsfeld erweitern und ein paar Euro dazu verdienen“, so Hüttemann, der die Verordnung nächsten Monat durch den Gemeinderat bringen möchte.

dgr

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