Donnerstag, 13. Feb 2014, 14:31 Uhr

Matthias Matussek Homophober beschwert sich, kein menschenverachtendes Arschloch mehr sein zu dürfen

Würde eigentlich auch einen guten Schwulen abgeben: Matthias Matussek.
Foto: Melanie Feuerbacher / Lizenz Würde eigentlich auch einen guten Schwulen abgeben: Matthias Matussek.

Der ehemalige Spiegel-Redaktuer Matthias Matussek war schon immer ein ganz weit rechts stehender, erzkonservativer Polterkönig. Nun als Kolumnist im Axel-Springer-Verlag tätig, kann der verbriefte Nicht-in-den-Puff-Geher und das auf keinen Fall hinterfotzige Arschloch endlich schreiben, was er wirklich denkt.

Matussek ist empört: Scheinbar kann man in Deutschland kein menschenverachtendes Arschloch sein, ohne dass einem das vorgehalten wird. Eine ganz eigene Version der Nazi-Keule hat der bekennende Katholik auch parat: Homophobie hat Antisemitismus als große ideologische Sünde abgelöst. Ganz so, als ob es eigentlich ok wäre zu denken, dass homosexuelle Menschen höchstens einer niederen Rasse angehören und Juden das Welt-Kapital kontrollieren.

Interessant die Tatsache, dass Matussek gerne von „einem Freund“ erzählt, wenn er Stammtischparolen zitiert, ohne wirklich zu verschleiern, dass ihm das wieder Rotwein-Trunken eingefallen und im Nachhinein etwas peinlich ist. Er wird trotzdem nicht müde, das ganze mühsam wissenschaftlich und ideologisch zu untermauern, scheut dabei nicht mal davor zurück, exakt drei Wörter Aristoteles zu zitieren, um Homosexualität als Krankheit, Degeneration und Schmutz abzutun.

Und natürlich verbittet es sich Matussek, ihn deswegen anzufeinden. Dabei übersieht er, dass niemand von ihm verlangt, Homosexualität gut zu finden, sondern lediglich, allen Menschen die selben Rechte einzuräumen: Also auch Homosexuellen, Bisexuellen, Transsexuellen und Heterosexuellen. Nicht verwunderlich, dass man das als ungefickter Wicht nicht versteht. Deswegen: Verschwinde endlich, du menschenverachtendes Arschloch.

cde

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