Donnerstag, 23. Jan 2014, 12:44 Uhr

Rückzug aus dem Showgeschäft Markus Lanz will sich auf Blindtext-Autor-Karriere konzentrieren

Der freche Italienerlümmel Lanz wird sich nicht mehr an unseren Rundfunkbeiträgen bereichern.
Foto: Ailura / Lizenz Der freche Italienerlümmel Lanz wird sich nicht mehr an unseren Rundfunkbeiträgen bereichern.

80.000 Zeichner können nicht irren: Markus Lanz soll aus dem Fernsehgerät verschwinden. Die erfolgreiche Petition zeigt Wirkung: Lanz kündigte an, sich aus dem Showgeschäft zurückziehen und fortan hochwertige Blindtexte veröffentlichen zu wollen.

Es war eine der erfolgreichsten Petitionen der letzten Jahre: Innerhalb kürzester Zeit unterzeichneten über 80.000 Personen die Forderung, Markus Lanz aus dem Öffentlich-Rechtlichen Programm zu entfernen. Man habe mit Bachelor-Blubb, Dschungelcamp und RTL Punkt 12 schon genug Schrott, den man täglich in sich aufsaugen muss. Wenn man dann auch noch auf die staubige Zwei-Taste der Fernbedienung drücken muss, bleibt keine Zeit mehr, sich über Rauchverbote oder Poetry-Slam-Videos zu empören.

Lanz, der eigentlich auch als Bachelor eine ganz gute Figur machen würde und in puncto fragwürdiger Beliebtheit ohne Weiteres im Dschungelcamp lagern dürfte, deutet die Zeichen und kündigt an, sich freiwillig aus dem Showgeschäft zurückzuziehen. Stattdessen will Lanz sich einen Namen als Blindtext-Autor machen: „Das kennen wir alle. Lorem ipsum dolor sit amet. Wer kann das noch lesen? Also, ich nicht!“ wirbt Lanz für seine künftige Arbeit. „Während meiner Zeit als Talkshowmaster habe ich eine Technik entwickelt und perfektioniert, die Texte erzeugt, die auf den ersten und zweiten Blick wie Aussagen oder Fragen erscheinen, bei sehr genauer Betrachtung aber komplett leere Worthülsen sind“, erklärt Lanz und holt ein paar Moderationskarten hervor - auf diese will er unter anderem zurückgreifen.

Lanz erhofft sich so auch wieder Sympathie in der Bevölkerung zu erarbeiten: „Die Masse der Zeichner zeigt doch, dass ich hier dem Willen des Volkes entspreche. Es scheint den Leuten wichtiger zu sein, dass ich verschwinde, als ihre Privatsphäre zu schützen. Da haben viel weniger unterschrieben. Irgendwo ja auch Zeichen, dass ich doch noch ein bisschen beliebt bin, oder?“ frotzelt Lanz und lacht schwiegersohncharmant.

Wir sind gespannt. Viel Erfolg, Markus.

cde

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