Dienstag, 25. Feb 2014, 13:32 Uhr

Unmenschlich Diese Folter muss Anders Breivik ertragen

Den fliehenden Haaransatz haben wir etwas kaschiert: Ein Breivik-Gemälde.
Foto: thierry ehrmann / Lizenz Den fliehenden Haaransatz haben wir etwas kaschiert: Ein Breivik-Gemälde.

Wie wenig Respekt vor einem Menschen kann man haben: Der in einem norwegischen Gefängnis inhaftierte Anders Breivik machte nun publik, welche unmenschlichen Foltermethoden er über sich ergehen lassen muss. Die Öffentlichkeit scheint desinteressiert, die Behörden tatenlos.

Der norwegische Sympath, Fitnesspapst und Autor muss in seiner Haft unmenschliches ertragen: Neben einer uralten Playstation und einem Stuhl, den er selbst als „schrecklichste nur denkbare Folter“ bezeichnet, kommen immer mehr Details ans Licht. Breivik befindet sich bereits im Hungerstreik, während der Öffentlichkeit das Leiden des jungen Mannes egal zu sein scheint und die Behörden tatenlos zusehen.

Breivik berichtet, dass er tägliche Leibesvisitationen über sich ergehen lassen muss. Dabei fühle er sich jedes Mal sexuell erregt, aber über ein bisschen Oberschenkelgeklopfe gehen die Berührungen nie hinaus. „Wie wenn man Niesen muss, aber nicht kann“ schildert Breivik das Gefühl, dass ihn nun schon seit Jahren plagt.

Breivik beklagt weiterhin, dass er in einem winzigen Schlafzimmer gehalten wird, welches er lediglich 20 Stunden am Tag verlassen kann, um sein Arbeitszimmer oder seinen Kraftraum aufzusuchen. Dort geht es ihm aber nicht viel besser. Neben der Vorjahres-Kollektion der Designer-Möbel, muss sich Breivik mit über zwei Jahre alten Trainingsgeräten abfinden – und das obwohl durchaus neuere angeschafft werden könnten.

Breivik will nun in Hungerstreik treten und zwei der vier täglichen Mahlzeiten ausschlagen. Auf seinen Nachtisch will er nicht verzichten, möglicherweise aber freitags kein Fleisch sondern lediglich Fisch zu sich nehmen. Und das, nach eigenen Aussagen, notfalls auch bis zu seinem Tode.

cde

comments powered by Disqus