Freitag, 21. Jun 2013, 10:02 Uhr

Kanzlerin-Film Gerard Depardieu soll Angela Merkel spielen

Merkel selbst wird in dem Film nicht als Sie selbst auftreten.
Foto: European People's Party - EPP / Lizenz Merkel selbst wird in dem Film nicht als Sie selbst auftreten.

Mit Roland Emmerich als Name auf dem Regie-Stuhl war die geplante Verfilmung des Lebens von Angela Merkel schon mal für eine Überraschung gut. Nun hat Emmerich neue Details über die filmische Biographie bekannt gegeben. Vor allem die Besetzung, so beeindruckend die Liste ist, sorgt für Verwunderung.

Die Tatsache, dass gerade Roland Emmerich, der bisher nur durch Katastrophenfilme in Erscheinung getreten ist, für den Posten des Regisseurs ausgewählt wurde, sorgte schon für reichlich Diskussionsstoff in der Filmwelt. Das als Historiendrama angelegte Biopic der Kanzlerin soll aber in jedem Fall von einem deutschen Regisseur betreut werden – und da ist Emmerich der erfolgreichste.

In einer Pressekonferenz verriet Emmerich nun weitere Details. So wurde angekündigt, dass die im Film behandelte Zeitspanne von weit vor der Geburt Merkels bis in die heutige Zeit reichen soll. Auch soll der Film sich zwar so nah wie möglich an realen Ereignissen orientieren, aus dramaturgischen Gründen sei das aber laut Emmerich nicht immer möglich. So wird der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands nicht durch einen friedlichen Protest der ehemaligen DDR-Bürger ausgelöst, sondern durch militärische und actionreich in Szene gesetzte Intervention der US-Streitkräfte. Dass dabei Nuklearwaffen zum Einsatz kommen und sowjetische Kampfzeppeline in das Geschehen eingreifen, wertet Emmerich als „historischen Interpretationsspielraum“.

Ebenfalls historisch nicht ganz korrekt ist die Lebenszeit Stalins, die weit in die Kohl-Ära hineinreichen soll. Die Rolle des Sowjet-Diktators soll Robert Downey Jr. übernehmen, der durch die Filmreihe „Iron Man“ einem breiten Publikum bekannt wurde. Ebenfalls in der Verfilmung vorkommen sollen unter anderem Helmut Kohl (besetzt durch George Clooney in jungen, John Goodman in späteren Jahren), Jürgen Möllemann (Udo Voigt), Rudolf Scharping (Robert Maillet), Guido Westerwelle (Barbara Streisand), Franz Müntefering (Christoph Walz), Joschka Fischer (der, der auch den Hobbit in Herr der Ringe gespielt hat), Kai Dieckmann (Steve Buscemi) und Wladimir Putin als er selbst.

Entgegen der Gerüchte, die in den letzten Tagen über Twitter verbreitet wurden, wird Merkel sich in keiner Phase ihres Lebens selbst spielen. Aufsehenerregend die Besetzung für die Zeit ab 2000: Hier wurde Gerard Depardieu verpflichtet. Emmerich ist voller Begeisterung für den Neu-Russen: „Depardieu ist ein großartiger Schauspieler, der genau das Maß an femininer Ausstrahlung besitzt, das auch Merkel umgibt. Mimik, Gestik, Habitus passen perfekt. Lediglich das fehlerfreie Deutsch müssen wir Gerard noch abtrainieren“.

Die Dreharbeiten beginnen diesen Herbst an Originalschauplätzen. Erscheinen soll der Film 2014 – und feiert dann natürlich in Deutschland Premiere.

cde

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