Donnerstag, 12. Dec 2013, 13:50 Uhr

Überraschung beim Zappen Mann stolpert über Nicht-Kochsendung

Gewohntes Bild im TV: kochende Typen.
Foto: Usien / Lizenz Gewohntes Bild im TV: kochende Typen.

Während des nächtlichen Zappens entdeckte ein Mann auf einem Privatsender eine Sendung, in der es nicht ums Kochen geht. Der Sender versichert, dass es sich um ein Versehen handelte, der Gesetzgeber reagierte umgehend.

Nach Feierabend bei einem Bierchen noch mal schnell den Flimmerkasten angeschaltet: Das kennen wir alle. Als Hugo S. (47) aus Dortmund nach ein paar Bier weit bis nach Mitternacht noch vor dem Fernseher saß, traute er seinen Augen kaum, als er auf den Sender Prosiebenbildsatkabel1 schaltete: Es lief eine Sendung, bei der absolut kein Mensch kochte. S. schaute die gesamte Sendung bis ganz zum Ende, konnte aber in keiner Sekunde eine Pfanne, einen Herd oder sonst irgend einen Küchengegenstand entdecken. Diese Erfahrung verfolgt ihn bis heute in den Schlaf.

Der Sender hingegen nahm bereits kurz nach einem empörten Aufschrei in den sozialen Netzwerken Stellung: Es handelte sich um ein technisches Malheur, versehentlich geriet eine hochwertig produzierte Sendung in die Ausstrahlung. Schuld daran trägt vermutlich die Sendesoftware, die bereits seit 2008 alle Mitarbeiter ersetzt hat. Prosiebenbildsatkabel1 kündigte an, ebenfalls die Sende-Recyclingmaschine, die aus bestehendem Material neue Sendungen zusammenschneidet und sogar einen neuen Vorspann vollautomatisch erstellen kann, von einer Forensik-Firma untersuchen zu lassen.

Der Verband der Privatsender („Brain Washing e.V.“) rügte den Sender, während der Gesetzgeber bereits Schritte einleitete, um solche Missgeschicke künftig unter Strafe stellen und so effektiver verhindern zu können: 87 % des Brutto-Sendematerials müssen demnach aus Koch- oder Kochverwandten Sendungen bestehen. Das schließt Werbung mit ein. Weiterhin ist es Privat-Sendern nicht gestattet, mehr als 7 Minuten relevante Nachrichten aus Politik, Wirtschaft oder Kultur zu senden. Diese Regelungen sind bereits in der Selbstverpflichtung des Verbandes niedergeschrieben.

cde

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