Montag, 04. Nov 2013, 13:12 Uhr

Krawalle in München Hoeneß-Anhänger und Gegner liefern sich Straßenschlachten

Aufgebrachte Menge in München
Foto: James Buck / Lizenz Aufgebrachte Menge in München

Bereits kurz nach dem bekannt wurde, dass der Prozeß gegen Uli Hoeneß genehmigt wurde, ziehen tausende Menschen in ganz Bayern auf die Straße. Während die Einen die Entscheidung feiern, protestieren Tausende dagegen. Als die Lager aufeinandertreffen, kommt es zu erbitterten Straßenschlachten.

Bürgerkriegsähnliche Zustände in der Münchner Innenstadt: Gegner und Befürworter des Bayern-Managers Uli Hoeneß prallen aufeinander und liefern sich Straßenschlachten. Der Polizei bleibt nichts weiter übrig, als Passanten und Schaulustige in das Getümmel zu schubsen. Obwohl Brezen-Werfer und Kölnisch-Wasser-Granaten aufgefahren werden, halten sich die Ordnungskräfte noch zurück.

Beobachter berichten von brutalen Szenen auf dem Marienplatz in der Münchner Innenstadt: Während Hoeneß-Anhänger mit kompakten Geldbündeln aus Schwarzkassen um sich warfen, versuchten sich Gegner mit traditionellen Lederhosen zu schützen. Ein aussichtsloses Unterfangen: Immer wieder brechen Protestierende unter den harten Geldbündeln zusammen.

Die internationale Staatengemeinschaft reagiert noch sehr bedeckt: Hinter vorgehaltener Hand erklärt man die Absicht zunächst abzuwarten, wie sich der „Bayrische Herbst“ entwickelt: Ob es zu einem Sturz des Bayern-Bosses kommt oder sich die Lage in den nächsten Wochen wieder beruhigt. Eine militärische Intervention scheint daher derzeit noch ausgeschlossen. Der Bevölkerung im Krisengebiet Bayern ist damit allerdings nicht geholfen.

cde

comments powered by Disqus