Dienstag, 02. Jul 2013, 10:20 Uhr

Merk lenkt ein Gustl Mollath wird freigelassen

Beate Merk zeigt sich großzügig: Freilassung, Urlaub, Eskorte und ein alkoholfreies Weißbier sind für Mollath geplant.
Foto: CSU Landtag / Lizenz Beate Merk zeigt sich großzügig: Freilassung, Urlaub, Eskorte und ein alkoholfreies Weißbier sind für Mollath geplant.

Im Fall Gustl Mollath scheint nun endlich ein Happy End in Sicht. Die Bayrische Justizministerin Beate Merk kündigte an, dass Gustl Mollath in den nächsten Tagen aus der psychiatrischen Unterbringung auf direktem Weg in einen staatlich finanzierten Urlaub entlassen wird.

Der seit 6 Jahren zwangsweise untergebrachte Gustl Mollath soll nun endlich freikommen. Dem 58-jährigen wird zur Last gelegt seine Frau verprügelt und die Reifen mehrerer Autos zerstochen zu haben. Weiterhin wirft die Bayrische Landesregierung Mollath vor die Schuld am Hochwasser zu tragen, die Plagiats-Affäre um Guttenberg angeleiert & die hungerstreikenden Asyl-Bewerber in München angestachelt zu haben sowie ferner maßgeblich an diversen Fleischskandalen, plötzlich auftretenden Löchern in Socken und vereisten Windschutzscheiben beteiligt gewesen zu sein.

Die Vorwürfe scheinen zwar nicht fallengelassen, sollen aber nicht weiter berücksichtigt werden. Beate Merk, ihres Zeichens Justizministerin von Bayern, kündigte an, dass Mollath in den nächsten Tagen als freier Mann die psychiatrische Einrichtung in der er derzeit untergebracht ist verlassen darf. Zu seinem eigenen Schutz soll er dabei von zahlreichen Polizeibeamten direkt in einen staatlich angeordneten finanzierten Urlaub begleitet werden.

„Wohin die Reise geht ist noch nicht ganz klar“, erklärte Merk. „Vielleicht geht es direkt zum Alexanderplatz in Berlin. Dort kann Mollath das Rote Rathaus besichtigen und vielleicht auch ein paar Fotos vor dem Neptun-Brunnen machen. Dort haben sich Probleme mit unangenehmen Personen in jüngster Vergangenheit ja schon einmal in Luft aufgelöst. Denkbar auch eine Reise in die quirlige türkische Metropole Istanbul oder in das vor Kunstschätzen strotzende ägyptische Kairo: Orte, an denen wir zu unserem großen Bedauern nicht für die Unversehrtheit Mollaths garantieren können“ so Merk weiter und fügt abschließend hinzu: „Sicher ist nur, dass diese ganze Geschichte sich bald in Wohlgefallen auflösen wird“.

cde

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