Dienstag, 04. Feb 2014, 13:16 Uhr

Neuer Rekord Von Alice Schwarzers Verfehlungen zur unsachlichen Emanzipationsdebatte in nur einem Satz

Etwaige Hautunreinheiten stammen von der Bildkompression: Alice Schwarzer
Foto: Manfred Werner / Lizenz Etwaige Hautunreinheiten stammen von der Bildkompression: Alice Schwarzer

Das öffentliche Geschreibsel kann mit einem neuen Rekord glänzen: Alice Schwarzers Steueraffäre führte in Windeseile zu einer unsachlichen Emanzipationsdebatte. Diesmal brauchte es nur einen Satz. Überraschend: Geschafft hat dies Schwarzer selbst.

Alice Schwarzer hat jahrelang Vermögen vor dem Fiskus versteckt, da sie befürchtete, wegen ihrer Arbeit als Emanzipationsvogelscheuche irgendwann derart in Deutschland verfolgt zu werden, dass sie auswandern müsste. Ganz klar Notwehr. Das Opfer ist hier Frau Schwarzer. Damit wurde die Brücke von ihrer Straftat zu ihrer Arbeit als Frauenrechtlerin und Herausgeberin des Fischeinwickelpapiers „Emma“ in nur einem Satz geschlagen. Von ihr selbst. Applaus.

Experten werten dies als neues soziologisches Gesetz, eine Ableitung des bekannten „Godwins Gesetzes“, welches „Schwarzers Law“ getauft wurde. Die Regel: Eine Kritik an Alice Schwarzer wird grundsätzlich als Kritik an der Emanzipation verstanden und von ihr innerhalb von 3 Tagen kommentiert. Dabei ist die Reaktionszeit um so kürzer desto größer die Verfehlung.

Als die Hintergründe der Steuerflucht bekannt wurden, vermeldete das Bundesfinanzministerium, derzeit zu prüfen, ob Schwarzer das Bußgeld und die Nachzahlungen zurückerhält, wenn sie auf der Stelle das Land verlässt. Die Entscheidung steht noch aus.

cde

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