Freitag, 17. Jan 2014, 14:11 Uhr

Einfach zu blöd NPD feiert Dahlemann (SPD) als neuen Helden

Kein NPD-Mitglied, auch wenn er vor welchen redete: Patrick Dahlemann.
Foto: Screenshot YouTube / Lizenz Kein NPD-Mitglied, auch wenn er vor welchen redete: Patrick Dahlemann.

Sein Konterfei geht durch die Presse: Obwohl Patrick Dahlemann SPD-Mitglied ist, sieht man ihn dieser Tage stets vor einem NPD-Banner und hinter einem Rednerpult. Wer nicht genau hinschaut, könnte meinen, dass er der NPD angehöre – und genau so denken zahlreiche NPD-Anhänger.

Patrick Dahlemann hat Mut bewiesen: Nicht, weil er sich vor eine Horde Neo-Nazis gestellt hat und auch nicht weil er ihnen die Irrsinnigkeit ihrer Ideologie aufzeigen wollte, sondern weil er tatsächlich glaubte, diese Menschen wären auch nur annähernd in der Lage, seinen Worten zu folgen. Mehr als ein paar dröge dreinblickende Dumpfbacken mit Speichelfaden im Mundwinkel war ihm dann aber nicht vergönnt.

Das Ganze spielte sich vor ein paar Wochen ab, trotzdem geht die Aktion erst jetzt durch die Medien. Begleitet von wohlwollenden Worten findet die Geschichte auch in sozialen Netzwerken Verbreitung. Wenig verwunderlich, dass auf einmal die NPD-Anhänger selbst Dahlemann als neuen NPD-Spitzenkandidaten sehen.

Dahlemann hat das, was viele NPD-Mitglieder sich von einem neuen Parteivorsitz wünschen: Jugendlichkeit, er beherrscht die deutsche Sprache, er hat noch alle Zähne und offensichtlich kein Alkoholproblem. Alles Punkte, die zumindest in Teilen auf jedes NPD-Mitglied zutreffen. Ob Dahlemann für den Parteivorsitz zur Verfügung steht ist bisher unklar.

cde

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