Mittwoch, 26. Jun 2013, 10:02 Uhr

Innenminister gibt Entwarnung „Wir sind zu blöd für Überwachungssoftware“

Gibt's zum Glück nur einmal: Innenminister Friedrich
Foto: Henning Schacht / Lizenz Gibt's zum Glück nur einmal: Innenminister Friedrich

Immer neue Details über Prism und Tempora kommen ans Tageslicht, der Whistleblower Snowden befindet sich nach dem Vorwurf Spionage betrieben zu haben auf der Flucht und mitten aus diesem Trubel meldet sich nun Innenminister Friedrich mit beruhigenden Worten: Deutsche Behörden haben offensichtlich nicht das nötige Know-How um eine ähnlich umfassende Überwachungs-Software installieren zu können.

„Die Augenwischerei muss jetzt ein Ende haben!“ eröffnet Friedrich seine Rede, „Selten dämliche Aussagen wie die der Bundeskanzlerin, dass das Internet Neuland für uns alle wäre, die Rufe nach einem staatlich kontrollierten Google und ähnliches, hanebüchenes Gerede, bei dem vorgegeben wird, wir wüssten womit wir es zu tun haben sind der Sache nicht dienlich“. Ungewohnt deutliche Worte vom Innenminister.

Friedrich möchte Klarheit schaffen: „Erst wenn wir in der Regierung zugeben können, dass unser digitales Know-How faktisch nicht vorhanden ist, kann dagegen etwas unternommen werden. Zu diesem Zeitpunkt haben wir nicht die nötige Fachkenntnis um eine solche Software eigenständig zu entwickeln und zu installieren. Noch schlimmer: Regierungsweit hat keiner die Funktionsweise so umfassend begriffen, dass wir etwas Prism- oder Tempora-Ähnliches extern bestellen könnten. Man muss hier einfach mal das Kind beim Namen nennen: Wir sind zu blöd für Überwachungssoftware“.

Die Kanzlerin dementierte die Aussagen Friedrichs und möchte noch im Laufe des Tages eine ausführliche Stellungnahme über die Plattform „Twitter“ veröffentlichen um ihre Netzaffinität zu verdeutlichen.

cde

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