Montag, 26. Aug 2013, 12:16 Uhr

Nach Attacke auf Bernd Lucke AfD gründet Saalschutz-Miliz

Bernd Lucke und seine Parteikollegen gründeten einen parteieigenen Saalschutz
Foto: Mathesar / Lizenz Bernd Lucke und seine Parteikollegen gründeten einen parteieigenen Saalschutz

Nach einem Angriff auf eine Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (kurz AfD), fordert die Partei ein wesentlich härteres Durchgreifen bei linksextremem Terror. Noch am Sonntagabend wurde eine Saalschutz-Miliz gegründet. AfD will jedoch aus der Geschichte lernen und Fehler der Nationalsozialisten nicht wiederholen.

Nach einer brutalen Attacke während einer Wahlkampfveranstaltung der AfD auf Parteivorsitz Bernd Lucke (Professor für politische Polterei an der Universität Hamburg) zieht die Anti-Euro-Partei nun Konsequenzen: Zum Schutz von AfD-Veranstaltungen wird ein Milizartiger Saalschutz gegründet. Der aus Schlägern, Rockern und ehemaligen NPD-Mitgliedern rekrutierte Partei-Sicherheitsdienst soll den Namen „Saalschutz-Alternative“ tragen und wird so mit den alt-ehrwürdigen Initialen „SA“ abgekürzt.

Großen Wert legt Lucke hier auf eine deutliche Distanzierung zum nationalsozialistischen Gegenstück: „Damit es nicht zu Putschversuchen kommt oder Menschen mit gegensätzlicher Ideologie oder Wertvorstellungen in unsere Reihen gelangen, prüfen wir vorab sehr gründlich den Hintergrund. Verpflichtend wird eine Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Partei – am besten AfD – oder Organisation, nachweisbare Heterosexualität und ein Body-Mass-Index zwischen 20 und 27 sein. Fette Schweine wollen wir nicht.“

Die SA soll darüberhinaus gleichwertig ausgerüstet sein: „Wir wurden mit Pfefferspray und Messern attackiert, da ist es nur verständlich, wenn unsere SA-Männer die selben Waffen mit sich tragen. Trotzdem haben wir eine Mitführerlaubnis für Schusswaffen beantragt, schließlich soll die SA auch als Personenschutz für zum Beispiel meine Person dienen“, so Lucke.

Die AfD denkt nach eigenen Aussagen darüber nach, die SA dafür einzusetzen, Wahl-Muffel, Unentschiedene und „politisch Verwirrte“ zu den Wahllokalen zu eskortieren und darauf hinzuweisen, dass ein Kreuz vor der falschen Partei ein Schädel-Hirn-Trauma nach sich ziehen kann – durch Linksextreme.

cde

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