Freitag, 08. Nov 2013, 11:34 Uhr

Neuer Vorschlag NPD will statt St. Martin die Reichskristallnacht feiern

Historisches Bild ohne Bezug um Ängste zu schüren.
Foto: Bundesarchiv / Lizenz Historisches Bild ohne Bezug um Ängste zu schüren.

Nun mischt sich auch die NPD in die Diskussion um den religiösen Charakter des Martinsfestes ein. Der Schützenverein möchte das von Fackeln, Feuer und Schwertern geprägte Fest in Reichskristallnacht umbenennen. Man ist ja eh schon mit Fackeln unterwegs.

Eine Sorge treibt die Deutschen derzeit um: Die Linke möchte das Martinsfest religionsneutral in „Sonne, Mond und Sterne“-Fest umbenennen. Das rief den Zorn vieler stolzer Deutscher hervor. Nun melden sich aber die stolzesten Deutschen zu Wort: Die NPD lehnt den Vorschlag der Linken ab und schlägt stattdessen vor, das Fest in „Reichskristallnacht“ umzubenennen.

Laut Holger Apfel, dem Vorsitzenden der NPD, möchte man kein Fest feiern, bei dem einem Italiener – wahlweise Ungar – gehuldigt wird. Und schon gar nicht, wenn es sich um einen Besatzer handelt. Die Laternen und Fackeln, das Feuer, die Märsche und vor allem das große Feuer findet Apfel hingegen toll. „Das wollen wir nicht missen. Und wenn wir doch eh schon geschlossen mit Fackeln durch die Gegend ziehen, warum nicht zu Ehren eines völlig anderen Anlasses“, so Apfel.

Aus logistischen Gründen finden viele Martinsumzüge nicht am 11. November, sondern auf mehrere Tage verteilt um dieses Datum statt. Häufig und zwangsläufig auch zum Jahrestag der November-Pogrome. „Wir könnten doch einfach mal wieder eine schöne Reichskristallnacht feiern. Und sind wir doch mal ehrlich: Das klingt doch viel schöner als Sand Martin. Oder Sonne-Mond-und-Sterne.“

cde

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