Dienstag, 22. Oct 2013, 15:48 Uhr

Fußballerängste Geisterstunde, oder: Wenn das Phantomtor kommt

Nicht das Phantom, aber auch gruselig.
Foto: André Zehetbauer / Lizenz Nicht das Phantom, aber auch gruselig.

Ein Gespenst geht in der Fußballwelt um. Und das ist nicht in Marx übertragenem Sinne gemeint, sondern ganz wörtlich: Phantomtore jagen Fußballern Angst und Schrecken ein – schon lange nicht mehr nur um Mitternacht.

Fußballer sind hartgesottene Typen: Heterosexuell, durchtrainiert und bis unter die Schädeldecke angefüllt mit Testosteron. Kaum zu glauben, dass diesen Hünen von Männern überhaupt irgendetwas Angst einjagen kann. Doch eine Sache ist da, die allen Fußballern das Blut gefrieren lässt: Phantomtore.

Lange als Tabu-Thema betrachtet, gerät das verbreitete Problem nun langsam an die Öffentlichkeit. Vor allem zur Fußballer-Geisterstunde (immer dann, wenn es brenzlig wird) schlägt die als Spuk klassifizierte Erscheinung zu. Zögerhaft, beginnen Fußballer offen über ihre Ängste zu sprechen.

Stefan Kießling, Stürmer bei Bayer Leverkusen und Experte für paranormale Fußball-Erscheinungen, ist ein Vorreiter. Erst vor Kurzem ist es ihm gelungen, ein solches Phantomtor auf Video zu bannen. Dabei ging alles so schnell, dass zunächst Mitspieler, Gegenspieler und sogar die Unparteiischen die Erscheinung gar nicht wahrgenommen haben – oder wahrnehmen wollten. Doch die Aufnahmen lügen nicht.

Die FIFA hingegen bestreitet die Existenz solcher Phantomtore und pocht auf wissenschaftliche Tatsachenentscheidungen: „Wenn ein Schiedsrichter sagt, es handelt sich nicht um ein Phantomtor, dann ist das auch so.“

Es darf sich weiter gegruselt werden.

cde

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