Mittwoch, 07. Aug 2013, 12:17 Uhr

Jetzt auch im Motorsport Doping in der Formel 1?

Ein offensichtliches Indiz für Doping: Die Gase entstehen durch die Verbrennung des Doping-Mittels.
Foto: Cord Rodefeld / Lizenz Ein offensichtliches Indiz für Doping: Die Gase entstehen durch die Verbrennung des Doping-Mittels.

Die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) hat in teilweise Jahrzehnte alten Proben Spuren eines derzeit noch nicht näher identifizierten Gemisches nachgewiesen. Das erhärtet den Verdacht, dass auch in der Formel 1 Doping schon lange an der Tagesordnung ist.

Doping-Skandale in zahlreichen Sportarten veranlasste den Ausrichter der Formel 1 FIA dazu, Doping-Proben noch einmal genauer und mit modernen Methoden zu untersuchen. Das erschreckende Ergebnis: In ausnahmslos allen Proben konnte ein jeweils nur leicht variiertes Gemisch nachgewiesen werden, dass offensichtlich von allen Rennställen verwendet wurde. Das veranlasste die FIA zu weiteren Untersuchungen.

Was dabei zu Tage gefördert wurde, zeichnet kein schönes Bild: Offensichtlich verwenden alle Fahrer illegale Hilfsmittel, für die sie das mysteriöse Gebräu auf Kohlenwasserstoffbasis dringend benötigen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Hilfsmittel um eine Art Motor – Insider vermuten das schon lange, denn Geschwindigkeiten jenseits der 200 Km/h sind mit reiner Körperkraft kaum zu erreichen.

Erschreckender: Offensichtlich wusste die Rennleitung von dem Treiben und duldete dies insgeheim. Offiziell zur Sprache kam das Thema nie, reglementiert wurde unter der Hand. Einige Rennställe waren so dreist, dass sie sogar Werbung für die Lieferanten ihres Doping-Mittels auf ihre Wagen klebten.

Formel 1 Legende Niki Lauda berichtete in einem Interview mit der Print-Ausgabe der Neuen Rheinpresse exklusiv von seinen Doping-Erfahrungen und wie das Mittel seinen schrecklichen Unfall von 1976 noch viel schlimmer hat enden lassen.

cde

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