Dienstag, 03. Dec 2013, 14:40 Uhr

Massengetreidehaltung Das widerliche Gesicht der Agrarindustrie

Respektlos: Achtlos herumliegende Agrarkadaver.
Foto: RichardBH / Lizenz Respektlos: Achtlos herumliegende Agrarkadaver.

Mehl, Brot und andere Produkte aus der Agrar-Industrie sind für viele Deutsche selbstverständlich. Unter welchen Bedingungen das Getreide gehalten und gezüchtet wird, ist vielen Käufern völlig unbekannt. Ein Einblick in das pflanzenverachtende Treiben der Agrarindustrie.

Wenn wir morgens unser Brötchen vom Bäcker holen oder abends eine kräftige Scheibe Graubrot verspeisen bekommen wir von dem Leid nichts mit, dass das im Brot enthaltene Getreide durchleben musste. Gut vor den Augen der breiten Öffentlichkeit verborgen, meist in ländlichen Gegenden, werden auf riesigen Arealen Getreidesorten verschiedener Gattungen gezüchtet – nur zu dem Zweck, sie nach einem kurzen Leben grausam niederzumetzeln und zu Mehl, Frühstücksflocken und anderen Agrarprodukten zu verarbeiten.

Dass das Getreide dabei oftmals lebendig geschlachtet wird, ist kaum jemandem bewusst. Auch nicht, dass die empfindlichen Getreidepflanzen wochenlang eng zusammengepfercht im Freien verbringen müssen. Dabei steht einem Getreide meist deutlich weniger als zehn Quadratzentimeter zur Verfügung: Viel zu wenig, um nicht an Hospitalismus zu erkranken. Die Geschmackseinbuße und das Leid nehmen die Profiteure billigend in Kauf.

Um den Ertrag nicht zu schmälern und das kurze Leben der Pflanzen bis zur Schlachtung zu verlängern, werden zahlreiche Mittel verabreicht, die Wachstum fördern und Krankheiten fernhalten sollen. Neben aggressiven Giften, die gegen Parasiten schützen sollen, werden die Zuchtflächen mit dem Kot verschiedener Tiere bespritzt – ein Aberglaube, erhoffen die Schlachtmeister so ein noch schnelleres Wachstum. Die gesundheitlichen Risiken sind kaum abzuschätzen. Fest steht nur: Eine direkte Aufnahme des Kots kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Besonders widerlich: Die Betreiber der Zuchtfarmen geben sich häufig als „Naturburschen“, reden von biologischem Anbau oder gar vom „Einklang mit der Natur“. Erkennbar ist hier nur eins: Profitsucht und moralische Abgründe. Kritiker regen an, komplett auf Produkte aus den Mordfarmen zu verzichten. Eine komplett auf Fleisch basierende Ernährung findet auch in Deutschland nicht zuletzt wegen immer wieder auftretenden Agrarskandalen immer mehr Anhänger.

cde

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