Montag, 02. Dec 2013, 12:48 Uhr

Patentstreit mit Amazon US-Armee behauptet, schon seit Jahren „Tod & Vernichtung“ per Drohne zu liefern

Eine Lieferdrohne der US-Armee
Foto: U.S. Air Force / Lizenz Eine Lieferdrohne der US-Armee

Der Versand-Riese Amazon kündigte an, bald Drohnen zur Expresslieferung einsetzen zu wollen und provozierte so einen Patentstreit mit der US-Armee. Diese gibt an, bereits seit Jahren Drohnen zur Lieferung verschiedener Freiheitsgüter einzusetzen.

Amazon gilt als einer der größten Versanddienstleister weltweit. Neben dem ursprünglichen Kerngeschäft des Buchversandes kann man beim US-Konzern mittlerweile alles online bestellen: Kleidung, Musik und sogar Lebensmittel. Für Premium-Kunden bietet Amazon das Prime-Modell an, das einen Expressversand garantiert. Genau für diese Kunden will Amazon bald Drohnen einsetzen, die Prime-Lieferungen direkt vor der Haustüre des gut zahlenden Kunden absetzen.

Dieses Konzept rief nun die US-Armee auf den Plan: Diese behauptet, das Einsetzen von Drohnen zum Liefern verschiedener Waren bereits seit Jahren einzusetzen und patentiert zu haben.

General Howard Porter erklärte in einer Pressekonferenz, dass mit großem Erfolg im Irak und in Afghanistan schon seit mehr als 2 Jahren Drohnen „zum Liefern von Tod und Vernichtung“ eingesetzt werden. Dass nun ein Privatunternehmen das Konzept abkupfert und ohne Lizenzgebühren einsetzen möchte, ist nicht hinnehmbar. Porter erklärte weiterhin, dass man einen Drohnenschlag in Erwägung zieht, um die Konzernführung von dem Vorhaben abzubringen.

Sollte das keine Wirkung zeigen, versucht die US-Armee ein Patentverfahren anzustrengen. Wichtig ist Porter hierbei, dass dies vor dem Militärgericht in Guantanamo Bay stattfindet: „Sollte keine Einigung möglich sein, können wir die Kerle unter fadenscheinigen Vorwänden direkt dort einbunkern – und sind das Problem so oder so los.“

cde

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