Montag, 24. Feb 2014, 13:55 Uhr

Bedrohte Tierart Datenkraken vom Aussterben bedroht

Jungtierschutz? Fehlanzeige: Ein gefangenes Datenkraken-Küken.
Foto: Jhayne / Lizenz Jungtierschutz? Fehlanzeige: Ein gefangenes Datenkraken-Küken.

Datenkraken stehen schon seit langem auf der Liste der bedrohten Arten, trotzdem machen zahlreiche Staaten noch Jagd auf die possierlichen Tierchen – allen voran Deutschland.

Datenkraken mögen bedrohlich wirken, weswegen auch zahlreiche Exemplare jährlich unbarmherzigen Jägern zum Opfer fallen. Der Mythos der „gefährlichen Datenräuber“ ist aber unbegründet. Statistiken zufolge sind in den letzten 10 Jahren keine Menschen durch Datenkraken verletzt oder gar getötet worden. Trotzdem machen viele Staaten Jagd auf die vom Aussterben bedrohte Art. Deutschland nimmt die Spitzenposition der „Datenkraken jagenden Staaten“ ein.

Angeblich nur aus wissenschaftlichen Gründen erlegte Datenkraken werden jedes Jahr zu Hauf industriell zerteilt. Daten finden sich auf zahlreichen Schwarzmärkten in ganz Europa wieder – ein deutliches Indiz dafür, dass die wissenschaftlichen Gründe nur vorgeschoben sind. Das brachte ein Bericht der Datenkraken Schutzorganisation „Release“ hervor. Die von Facebook, Google, Apple und einigen Geheimdiensten getragene Organisation setzt sich international für den Schutz aller Datenkraken ein.

„Die öffentliche Wahrnehmung und die Realität könnten nicht weiter auseinanderliegen. Datenkraken horten – auch wenn der Name etwas anderes suggeriert – keine Daten, sondern bewachen lediglich Piratenschätze. Die wirklichen Übeltäter sind Dateneichhörnchen und Datenhamster. Diese wirken jedoch nicht bedrohlich, weswegen sich eine organisierte Jagd nicht rechtfertigen lassen würde“.

Der Bestand der Datenkraken ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Wenn die Jagd weiterhin so zügellos betrieben wird, könnten die niedlichen Tierchen bereits in 20 Jahren komplett ausgestorben sein.

cde

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